Das 10-jährige Jubiläum vom Umweltfotofestival »hori­zon­te zingst« 2017 woll­te ich mir nicht ent­ge­hen las­sen. Meine Planung schien per­fekt zu sein. Das Ferienhaus bereits sechs Monate vor­her gebucht, träum­te ich davon, wie mei­ne Kinder am Strand spie­len, wäh­rend ich einen Workshop besu­che, über den Fotomarkt schlen­de­re oder am Abend mit Gleichgesinnten zu einem Fotowalk star­te. Das Umweltfotofestival ging zwei Wochen, ich wähl­te die zwei­te: Anfang Juni. Damit näher am Sommer, kom­bi­niert mit Pfingsten, dazu Hochzeitstag und mein Geburtstag. Genial, dach­te ich […] Fast, denn die Kernwoche war die ers­te. In der zwei­ten Woche war lei­der nichts mehr los 🙁

Warum schreibe ich dann einen Blogbeitrag?

Mitleid? Auch. Aber in ers­ter Linie möch­te ich dich moti­vie­ren das nächs­te Umweltfotofestival »hori­zon­te zingst« vom 26.05. bis 03.06.2018 zu besu­chen. Du kannst es pri­ma mit einem klas­si­schen Ostsee-Urlaub ver­bin­den, auch für Kinder gibt es spe­zi­el­le Workshops und Angebote.

Das Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2017: Was hätte man sehen können?

Die Kur- und Tourismus GmbH Zingst orga­ni­siert die jähr­li­che Erlebniswelt Fotografie mit Fotoausstellungen, Multivisionsshows, Workshops und Begegnungen mit Fotografen. Während des Umweltfotofestivals ver­wan­delt sich der gan­ze Ort in eine klei­ne Photokina. Am Strand ist ein Open-Air-Kino auf­ge­baut und die Fahnen der Foto-Firmen wedeln auf der Seebrücke im Wind.

Seebrücke Zingst zum Umweltfotofestival horizonte zingst 2017

Blick von einer der Aussichtsplattformen am Kurhaus auf die Seebrücke in Zingst

Workshops und Vorträge fin­den ver­teilt im gan­zen Ort statt, vom Kurhaus am Strand bis zum Max Hünten Haus. Egal ob Landschafts-, People-, Makro- oder Tierfotografie, im 18-seitigen Programmguide gab es für jeden Geschmack ein pas­sen­des Thema. In die­sem Jahr wur­de sogar die Tauchgondel als Workshop-Location vom Rheinwerk-Verlag umfunk­tio­niert. Für 79 EUR hät­te ich gern einem der Referenten (Dom Quichotte, Nina Schnitzenbaumer, Jens Burger oder Lyonel Stief) über die Schulter geschaut, scha­de.

Beeindruckend waren die vie­len Fotoausstellungen im Ort, auch abseits der Hauptstraßen. Besonders impo­sant wirk­ten die sog. »Fotoschauen« am Strand. In die­sem Jahr wur­den Fotos der GEO zum Thema «Der unbe­kann­te Planet« prä­sen­tiert (sie­he Blog-Titelfoto). Auch die Besucher (der ers­ten Woche) konn­ten sich aktiv betei­li­gen, Olympus hat­te z.B. den Fotowettbewerb »Bild des Tages« gestar­tet. Die jewei­li­gen Fotos wur­den dann öffent­lich in der Strandstraße aus­ge­stellt.

Horizonte Zingst - Bild des Tages - Olympus

Wer gern selbst mit einer Olympus-Kamera foto­gra­fie­ren woll­te, konn­te den kos­ten­frei­en Verleihservice in Anspruch neh­men. Weiteres tech­ni­sches Equipment ver­schie­dens­ter Hersteller wur­de auf dem Fotomarkt in der Nähe vom Kurhaus prä­sen­tiert.

Ein paar Video-Impressionen vom »hori­zon­te zings« 2017 gibt es auf YouTube.

 

Mein Besuch in der zweiten Umweltfotofestival-Woche

Es gibt lei­der nicht viel zu berich­ten. Das Programm der zwei­ten Woche war sehr dünn und auf zwei Seiten redu­ziert. Es gab die obli­ga­to­ri­sche, täg­li­che Rad-Führung durch den Foto-Ort-Zingst und eini­ge für mich the­ma­tisch unin­ter­es­san­te (und bereits aus­ge­buch­te) Fotoworkshops. Hin und wie­der hat sich ein Hobby-Fotograf mit sei­ner rie­si­gen Kamera am Strand ver­irrt. Eine hand­voll Fotografen traf ich zum Sonnenaufgang an der Seebrücke. Ich war also nicht der ein­zi­ge, der den Wecker auf 03:45 Uhr gestellt hat­te.

Sonnenaufgang an der Seebrücke Zingst zum Umweltfotofestival horizonte zingst 2017

Was sich zu jeder Zeit lohnt ist ein Besuch im Max Hünten Haus. Es bie­tet eine schö­ne Bücher-Sammlung zum Verkauf. In der obe­ren Etage gibt es eine Bibliothek. Die Mitgliedschaft ist kos­ten­los und kann vor Ort erfol­gen. Im Lesesaal im Dachgeschoss kann man stun­den­lang ver­wei­len und die tol­len Bildbände stu­die­ren.

Lesesaal der Bibliothek im Max Hünten Haus in Zingst

Technikliebhaber kön­nen den Verleihservice von Sigma nut­zen und die Objektive der Art-Serie an der eige­nen Canon- oder Nikon-Kamera tes­ten. Das 20, 24, 35 oder 50 mm f/1.4 gibt es für je 15 EUR pro Tag. Wer gern nah ran möch­te kann das 70-200 f/2.8 (20 EUR), 300 mm (40 EUR), 500 mm (60 EUR) oder sogar das 800 mm (70 EUR) aus­pro­bie­ren.  

Fazit

Ich kom­me nächs­tes Jahr wie­der, dann zur rich­ti­gen Zeit! Sehr inter­es­sie­ren wür­de mich das Feedback von Besuchern der Kernwoche aus die­sem Jahr. Hat es sich gelohnt? Welche Veranstaltungen habt ihr besucht? Kommt ihr nächs­tes Jahr wie­der?