Backups sind ein wich­ti­ges Thema. Aber es ist läs­tig und kos­tet Zeit. Zudem herrscht Unsicherheit, wel­che Backup-Software die rich­ti­ge ist. Am Ende kopiert man alles per Hand auf exter­ne Festplatten. Stand Mai 2017? Hups […]

Es ist nicht die Frage ob etwas pas­siert, son­dern nur wann.

Heute möch­te ich dir mei­nen Backup-Workflow vor­stel­len, der auf einer kos­ten­frei­en Software basiert und nur wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Schritt 1: Ordnung ist das halbe Leben

Liegen dei­ne Daten quer ver­streut? Interne Platte? Externe Platte? Ein biss­chen in der Cloud? Ein wenig auf dem Notebook? Schlecht!

Ich habe mir ange­wöhnt alle Daten auf exter­nen Festplatten zu spei­chern. Warum? Weil es über­sicht­li­cher ist und ich mei­ne Daten über­all mit­neh­men kann. Okay, und weil ich seit 10 Jahren dem Mac-Universum ver­fal­len bin und sich die Geräte nicht auf­rüs­ten las­sen. Alle Windows-Nutzer dür­fen gern mit den Augen rol­len 🙂

Meine Daten spei­che­re ich ver­schlüs­selt mit FileVault auf fol­gen­den Festplatten:

LaCie Porsche Design Festplatte am iMac

Um einen bes­se­ren Überblick zu behal­ten, was auf wel­cher Festplatte liegt, ver­wen­de ich far­bi­ge Schutzhüllen. In mei­nem Fall von deleyCON, die es für 6,99 EUR auf Amazon gibt (Affiliate-Link).

DeleyCON Festplattenhüllen in blau und rot

Blau für mei­ne Datenfestplatte. Rot für die Backups.

DeleyCON Festplattenhülle von innen

Für mei­ne zwei­te Backup-Platte nut­ze ich eine AmazonBasics-Schutzhülle (Affiliate-Link). Sie wirkt ein wenig hoch­wer­ti­ger und ist etwas klei­ner. Es gibt sie aber lei­der nur in schwarz.

deleyCON vs. AmazonBasic-Schutzhülle

DeleyCON vs. AmazonBasic-Schutzhülle

AmazonBasic-Schutzhülle von innen

AmazonBasic-Schutzhülle von innen

Schritt 2: Daten mit FreeFileSync sichern

Um mei­ne Daten struk­tu­riert zu sichern, habe ich für jede Festplatte einen eige­nen Ordner auf mei­ner Backup-Festplatte ange­legt.

Ordner-Struktur meiner Backup-Festplatte

Für das Kopieren der Daten ver­wen­de ich die Software FreeFileSync, die es kos­ten­frei für Windows und Mac gibt. Das Prinzip ist sehr ein­fach. Links wäh­le ich aus, wel­che Daten ich sichern möch­te; Rechts gebe ich an, wohin die Daten kopiert wer­den sol­len.

FreeFileSync - Auswahl von Quell-und Zielordnern

Im Fenster »Konfiguration« wird mir ange­zeigt, wann ich die Datensicherung zuletzt durch­ge­führt habe, was sehr nütz­lich ist.

Um die Quell- und Zielpfade nicht jedes Mal erneut ein­ge­ben zu müs­sen, habe ich alle Konfigurationen auf mei­ner Backup-Platte abge­spei­chert.

FreeFileSync - Gespeicherte Konfigurationen als wiederkehrende Backup-Jobs

Wenn ich also mei­ne SSD sichern möch­te, kli­cke ich ein­fach auf »SSD.ffs_gui«. Dann öff­net sich FreeFileSync und zeigt mir an, wel­che Änderungen es seit dem letz­ten Backup gege­ben hat.

FreeFileSync - Vergleich von Ordnern

Durch einen Klick auf »Synchronisieren« wer­den alle Daten gespie­gelt. Das gesam­te Backup ist damit in nur zwei Klicks erle­digt. Der Rest läuft auto­ma­tisch im Hintergrund ab.

Schritt 3: Regelmäßigkeit für deine Backups

Wichtig ist Regelmäßigkeit! Schreib dir am bes­ten einen wie­der­keh­ren­den Termin in den Kalender dei­nes Smartphones. Oder lege dir eine Verknüpfung zu den Backup-Jobs von FreeFileSync auf dei­nen Desktop ab, damit du immer dar­an denkst. Ein Klick genügt, um alles anzu­sto­ßen.

Ich siche­re mei­ne Daten jeden Sonntag, das hat sich fest ein­ge­prägt. Das exter­ne Backup füh­re ich immer zum Quartalsende durch und lage­re die Festplatte in mei­nem Büro. Es ist mei­ne Notsicherung, falls zuhau­se ein­ge­bro­chen wird oder die Wohnung abbrennt: man weiß ja nie!

Fazit

Mein Workflow ist nur einer von vie­len: Es gibt zahl­rei­che wei­te­re Möglichkeiten zur Datensicherung.
Mac-Nutzer kön­nen z.B. auf die inte­grier­te Software Time Machine zurück­grei­fen, die gut funk­tio­niert. Für Windows gibt es ver­gleich­ba­re Software.
Statt mit exter­nen USB-Festplatten kannst du natür­lich auch mit einem NAS arbei­ten. Bedenke aber bit­te, dass ein RAID-System in einem NAS kein Backup erset­zen kann.
Eine wei­te­re Möglichkeit sind Backups in der Cloud, z.B. bei Google, Amazon oder Apple. Voraussetzung ist ein schnel­ler Upload der eige­nen Internetleitung, der bei mir lei­der nicht aus­rei­chend ist.

Für was auch immer du dich ent­schei­dest: Wichtig ist Regelmäßigkeit, bevor der Fall der Fälle ein­tritt und das Gejammer groß ist 😉