Das Corona-Virus bewegt unse­re Zeit. Nur bewe­gen dür­fen wir uns nicht! Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbot, stor­nier­te Reisen. Fotografieren macht kaum noch Sinn. Das Motto lau­tet #stay­home.

Und nun? Dir fällt die Decke auf den Kopf? Du weißt nicht, wie du dich fit hal­ten sollst? Dann fan­ge JETZT mit dem Joggen an! Spazieren gehen und die Bewegung an der fri­schen Luft sind (noch) erlaubt. Optimal, um sich dem Laufsport zu wid­men. Der über­nächs­te Sommer kommt bestimmt 🙂

Fitnesstracker. Smartwatch. Kompakte MP3-Player. Bluetooth-Kopfhörer. Im heu­ti­gen Blogbeitrag gebe ich dir Tipps zur „erfor­der­li­chen“ Ausrüstung fürs Laufen. Okay. Eigentlich braucht es nicht mehr als ein Paar Laufschuhe. Doch klei­ne tech­ni­sche Spielereien stei­gern bekannt­lich die Begeisterung: Nimm dei­ne Läufe als GPS-Track auf. Vergleiche die Zeiten. Teile sie mit Freunden. Erfreue dich an den Fortschritten. Hör zur Motivation dei­ne Lieblingsmusik. Und flüch­te vor dem unsicht­ba­ren Feind!

Läuferin im Wald aus der Vogelperspektive

Die richtigen Laufschuhe sind das A und O

Die Wahl der rich­ti­gen Laufschuhe hängt von dei­nem Fuß ab. Hier soll­test du dich unbe­dingt in einem Fachgeschäft bera­ten las­sen. Hmm. Nun haben wir aber die schwie­ri­ge Situation, dass alle Geschäfte über Wochen geschlos­sen sind. Und nun?

Läuferin im Wald

Auf dem Foto ist übri­gens Franzi, eine begeis­ter­te Marathonläuferin, die ich vor kur­zem foto­gra­fie­ren durf­te. Mittlerweile hat sie sogar einen eige­nen Blog: www.laufmania.de

Aber zurück zum Schuh-Thema. Ich kann hier nur aus eige­ner Erfahrung berich­ten. Mein Fuß ist wohl dass, was man »nor­mal« nennt. Ein neu­tra­ler Auftritt. Kein Plattfuß. Keine Notwendigkeit für eine seit­li­che Stabilisierung. Meine favo­ri­sier­ten Schuhe sind die Nike Pegasus 36 (Affiliate-Link), mit denen ich seit einem Jahr unter­wegs bin. Sie haben eine sehr gute Dämpfung und sind leicht und ange­nehm zu tra­gen. Je nach Farbe und Größe gibt es sie bereits ab 60 EUR. Ein guter Deal.

Bekleidung

T-Shirts, Hosen, Unterwäsche. Es gleicht einer modi­schen Schlacht, die ich dir nicht abneh­men kann. Eine gro­ße Auswahl zu unschlag­ba­ren Preisen fin­det man bei DECATHLON.

Lange expe­ri­men­tiert habe ich mit ver­schie­de­nen T-Shirt-Arten. Denn es gibt Details an die man als Einsteiger nicht denkt. Zum Beispiel an den unschö­nen Nebeneffekt, dass man sich bei län­ge­ren Läufen (je nach T-Shirt-Material) die Brustwarzen auf­scheu­ert. Blutig. Unschön. Nichts wor­über man gern spre­chen möch­te. Nach vie­len Fehlkäufen habe ich in der Nike Dri-FIT-Serie aber mei­nen Frieden gefun­den.

Nike Dri-Fit T-Shirt

Auf Amazon gibt es T-Shirts die­ser Serie in schier unend­li­cher Bauart, z.B. das Nike Dry Academy 18 für rund 20 EUR (Affiliate-Link).

Fitnesstracker – Huawei Band 3 Pro

Jetzt kom­men die tech­ni­schen Spielzeuge, die durch­aus ihre Berechtigung haben. Ein sinn­vol­les Instrument, um die eige­nen Erfolge zu doku­men­tie­ren, sind GPS-Aufzeichnungen der gelau­fe­nen Strecke. Dazu kannst du natür­lich dein Smartphone ver­wen­den. Das Problem ist nur: die heu­ti­gen Displays sind über­di­men­sio­nal groß und damit oft zu sper­rig zum Laufen. Abhilfe schaf­fen kon­ven­tio­nel­le Fitnesstracker, z.B. als Armbänder. Ein wich­ti­ges Kriterium redu­ziert die Auswahl fürs Laufen aber deut­lich. Die Geräte soll­ten ein inte­grier­tes GPS-Modul besit­zen. Nur so kannst du GPS-Tracks ohne Smartphone auf­zeich­nen.

Meine Empfehlung ist das Huawei Band 3 Pro (Affiliate-Link) für rund 50 EUR, mit dem ich die ers­ten Monate mei­ner »Laufkarriere« unter­wegs war.

Laufuhr – Garmin Forerunner 245

Für Fortgeschrittene emp­feh­le ich eine »ech­te« Laufuhr. Denn so gut wie das Huawei Band 3 Pro auch ist: Auf Dauer war mir die Touch-Bedienung beim Laufen zu unkom­for­ta­bel. Mit schwit­zi­gen Händen zwi­schen Entfernung, Zeit, Pace und Herzfrequenz hin und her zu wischen war ner­vig. Das Display war aber zu klein, um alle Informationen auf einen Blick dar­zu­stel­len.

Seit einem hal­ben Jahr lau­fe ich nun mit der Garmin Forerunner 245 (Affiliate-Link) und bin abso­lut begeis­tert davon. Sie hat ein gro­ßes Display, was auch bei hel­lem Sonnenlicht pro­blem­los ables­bar ist. Und sie hat Tasten 🙂

Garmin Forerunner 245

Die zuge­hö­ri­ge Garmin Connect-App ist sehr aus­führ­lich, klar struk­tu­riert und mit den inte­grier­ten Trainingsplänen eine gro­ße Hilfe. Vom Intervall-Training bis zum lan­gen Lauf. Nichts »läuft« für mich mehr ohne die­se Uhr.

Screenshots der Garmin Connect App

Wenn du Interesse an einem aus­führ­li­chen Review hast, dann schreib es mir gern in die Kommentare.

MP3-Player

Mit Musik macht das Laufen deut­lich mehr Spaß. Also besorg dir einen MP3-Player, wenn dir dein Smartphone zu groß und schwer ist. Empfehlen kann ich den Victure Bluetooth MP3 Player für unter 30 EUR (Affiliate-Link). Er wiegt nur 24 Gramm und ist so win­zig, dass er über­all Platz fin­det.

Victure Bluetooth MP3 Player

Mit der inte­grier­ten Klemme auf der Rückseite kann man ihn pro­blem­los am Hosenbund oder T-Shirt befes­ti­gen. Der inter­ne 8-GB-Speicher trägt dazu bei, dass man kei­ne sepa­ra­te Speicherkarte benö­tigt.

Übrigens: Falls du mit dem Gedanken spielst, die Garmin Forerunner 245 anzu­schaf­fen: Es gibt die Laufuhr für rund 40 EUR Aufpreis auch in einer Music-Edition. Dann benö­tigst du kei­nen sepa­ra­ten MP3-Player mehr.

Kopfhörer

Kabel stö­ren beim Laufen. Zum Glück gibt es unzäh­li­ge Bluetooth-Kopfhörer, die die­ses Problem adres­sie­ren. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Wenn du bei Amazon »Bluetooth-Kopfhörer« ein­gibst, bist du zwei Wochen beschäf­tigt. Vollzeit. Es gibt sie in allen Varianten und gefühlt habe ich sie alle aus­pro­biert. Gerade bei den In-Ear-Modellen trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen. Klangqualität, Akku-Dauer und der Halt beim Laufen unter­schei­den sich stark. Manche haben dank Noise Cancelling die Umwelt so stark aus­ge­blen­det, dass man per­ma­nent ris­kiert von den eige­nen Laufschuhen über­fah­ren zu wer­den 😉

Nach vie­len Fehlkäufen hab ich mich letzt­lich für den Bestseller auf Amazon ent­schie­den: Die Mpow Flame Bluetooth Kopfhörer (Affiliate-Link).

Mpow Flame Bluetooth Kopfhörer

Hier rutscht nichts im Ohr. Die Akkulaufzeit ist lang genug für jeden Marathon und der Klang ist für einen Preis von rund 25 EUR abso­lut super. Zwar sind sie ein wenig bass­las­tig, aber genau das moti­viert beim Laufen erst recht. Zudem kom­men sie in einer hüb­schen Box daher, in die auch der Victure-MP3-Player rein­passt.

MPOW Box für Bluetooth-Kopfhörer

LED-Armbänder bei Dunkelheit

Zu guter Letzt noch eine Empfehlung für alle, die bei Dunkelheit lau­fen. Gerade in der Winterzeit lässt sich dies kaum ver­mei­den. Um nicht über­fah­ren zu wer­den – gera­de auf Radwegen eine ste­ti­ge Gefahr – habe ich mir zwei LED-Armbänder (Affiliate-Link) bestellt. Sie las­sen sich an den Armen oder Beinen befes­ti­gen und blin­ken sehr hell. Es gibt sie in ver­schie­de­nen Farben, als Set sogar für unter 10 EUR.

LED-Armbänder fürs Laufen

#safetyFirst

Fazit

Mit der rich­ti­gen Ausrüstung macht das Laufen dop­pelt Spaß. Für den Rest sor­gen die nöti­gen Ziele. Der ers­te Lauf ist natür­lich immer der schwers­te. Ich war dem Tod sel­ten so nah. Ein typi­scher Anfängerfehler: Ich bin viiiiel zu schnell gelau­fen. Lass dir bit­te Zeit! Setze dir klei­ne Ziele, um nicht die Motivation zu ver­lie­ren.

Eines kann ich dir ver­spre­chen: Wenn dich das Lauffieber ein­mal gepackt hat, wird es dich nicht mehr los­las­sen. Innerhalb kür­zes­ter Zeit wirst du auch län­ge­re Strecke bewäl­ti­gen und ganz neben­bei fest­stel­len, wie gut sich das Laufen auf dein Wohlbefinden aus­wirkt. Ich habe 10 kg Gewicht ver­lo­ren, mei­nen Körperfettanteil auf 10% redu­ziert und kom­me als Landschaftsfotograf nun deut­lich schnel­ler die Berge hin­auf.

In die­sem Sinne: fang mit dem Laufen an und bleib dabei, auch nach Corona 🙂