In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen mit der Sony RX100 M3, die ich als kompakte Ergänzung zu meiner großen und schweren Nikon-Kamera gekauft habe. Es ist eine Liebeserklärung, darum ist der Beitrag mit 2.620 Wörtern ziemlich lang geworden. Das wird den meisten Lesern nicht gefallen, aber mit Schmetterlingen im Bauch ist mir das egal […] Die Sony RX100 M3 begeistert mich. Legen wir los.

Kompaktkameras? Die sind doch Schnee von gestern!

Die Frage, wer heutzutage noch eine Kompaktkamera braucht, ist eine berechtigte. Meine letzte hatte ich vor 10 Jahren, es war eine Casio Exilim. Kennt die noch jemand? Inzwischen hat jedes Smartphone eine bessere Qualität. Der Freizeitknippser ist damit glücklich, Tante Emma auch. Und die Jugend? Sowieso! Endlich Selfies, 24/7, in jeder Lebenslage alles im Sekundentakt in den sozialen Netzwerken posten: „Wow […] ich esse eine Passionsfrucht“. Kompaktkameras sind ein Nischenprodukt geworden. Warum ich mir trotzdem eine gekauft habe, darum gehts im nächsten Abschnitt.

Warum habe ich mir eine Kompaktkamera gekauft?

Echte Männer fotografieren mir großen Kameras! Nur mit einer Spiegelreflex macht man richtig gute Bilder. Vollformat, versteht sich! Nur das Beste, was denn sonst. *Ironie AUS* (verdammt, ein wenig erkenne ich mich trotzdem wieder).

Eines Tages kommt aber der Moment, wo man die Kamera nicht mehr nur zuhause streichelt, sondern sie in den Urlaub mitnimmt. Plötzlich werden Gewicht und Größe ein echtes Thema. Aber die Bildqualität: ich muss doch meine Tochter beim Eis essen mit Blende 1.4 freistellen und danach das RAW-Bild drei Stunden in Photoshop bearbeiten! Es gibt doch gute Fotorucksäcke, damit fällt das Gewicht der Kamera nicht mehr so auf. Und den originalen Kameragurt, den kann man durch eine Luxusversion wie den Sun-Sniper-Strap ersetzen, der verteilt die Last exzellent (Affiliate-Link).

Aber dann, irgendwann ist jeder am Ende. Es braucht nur genug Höhenmeter. Die hatte ich, als ich mit der gesamten Ausrüstung 30 km Strecke und 2.800 Höhenmeter am Stück durch die Alpen gewandert bin. Das Resultat? Die Kamera war zu 95% im Rucksack, fast alle Bilder habe ich mit dem iPhone geschossen. Am Abend in der Berghütte war ich viel zu kaputt, um das Stativ aus dem Rucksack zu holen. Den Sonnenuntergang habe ich nur noch durchs Fenster gesehen. Dann gingen die Lichter aus, auch bei mir. Und dann schreibt man einen Blogbeitrag über die Tour und Stephan Wiesner kommentiert mit den Worten:

Nicht glauben, Ausprobieren! Wobei, manchmal darf man schon auf andere hören. RX100 statt der Nikon z.B. 🙂

Ja, und dann kommt man ins Zweifeln. Seit Jahren überhöre ich die unterschwelligen Botschaften von ihm, die mich zum Kauf einer Kompaktkamera überreden wollen. Jetzt endlich öffne ich mein Herz und vor allem den Browser. Ich tippe den Suchbegriff »Sony RX100« bei Amazon ein.

Warum die Sony RX100 und nicht die Sony A6000?

Der Preis der aktuellen Sony RX100 M5 liegt bei über 1.000 EUR. Da kommt man ins Grübeln. Eine Sony A6000 mit dem Kitobjektiv kostet fast 400 EUR weniger? Selbst die Sony RX100 M3 aus dem Jahr 2014 ist teurer die A6000 (Affiliate-Links). Die A6000 hat aber den größeren Sensor (APS-C, statt 1 Zoll), den besseren Autofokus und die Möglichkeit das Objektiv zu wechseln. Verlockend.

Aber nur auf den ersten Blick, zumindest in meinem Fall: Ich trage seit Jahren meine schwere und große Nikon D800 durch die Gegend. In Kombination mit dem Nikkor 24-70 mm f/2.8 braucht man definitiv kein Fitnessstudio mehr: dafür einen guten Orthopäden. Ich wollte das nicht mehr. Immer dieses Monster rumschleppen, vor allem im Urlaub. Ich fühle mich, als würde ich seit Jahren mit einem LKW durch die Altstadt von Halle (Saale) fahren. Jetzt endlich bin ich vernünftig geworden und will mir einen Smart kaufen (Sony RX100). Wenn ich jetzt aber eine Sony A6000 nehme, wäre das wie ein Wohnwagen mit Anhänger. Da finde ich wieder keinen Parkplatz und ecke überall an. Das löst meine Probleme nur bedingt.

Wenn Du aber noch keine Kamera hast und dich ins Thema Fotografie einarbeiten möchtest, dann nimm die Sony A6000. Ganz klar! Sie bietet die nötige Flexibilität, lässt sich mit Wechselobjektiven erweitern und hat ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.

Wieso habe ich die alte M3 und nicht die aktuelle M5 gekauft?

Eine Frage, die sich viele potentielle Sony RX100-Käufer stellen, ist die Frage nach dem Modell. M1, M2, M3, M4, oder gar die M5? Sony hat jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt gebracht, die alten RX100’er aber weiter im Sortiment behalten. Da verliert man schnell den Überblick.

Wie ging es mir? Ich hatte keine Ahnung! Ich wollte das beste Modell, also die aktuelle Sony RX100 M5? Dann habe ich den Preis gesehen. Plötzlich habe ich meine Meinung geändert  😉
1.000 EUR für eine Kompaktkamera? Meine Frau wird jubeln […] und dann mit der Fernbedienung nach mir werfen. Darum hat die Vernunft gesiegt. Als Kind wollte ich immer einen M3 fahren, jetzt ist es wenigstens die Kamera geworden.

Aber warum die M3? Immerhin ist die aus dem Jahr 2014. Warum sollte man eine so »alte« Kamera kaufen. Es gibt doch bereits den Nachfolger; und dessen Nachfolger. Die Antwort ist einfach: weil ich keine Videos in 4k brauche. Und die Videoqualität ist so ziemlich das einzige Feature, was die M4 und M5 besser kann. Ansonsten haben alle drei Modelle den:

    • gleichen Sensor,
    • das gleiche Objektiv
    • und die gleiche Bauform.

Dafür hält der Akku der M3 am längsten (320 Bilder). Die M4 schafft nur 280, die M5 sogar nur 220 Bilder mit einer Ladung. Eine tolle vergleichende Tabelle zu allen RX100-Modellen, mit sämtlichen Details gibt es auf der zugehörigen Wikipedia-Seite.

Das Objektiv ist fest verbaut: reichen 24-70 mm aus?

Die Sony RX100 M3 hat ein Zeiss Vario-Sonnar T* Objektiv. Es hat eine Brennweite von 8,8-25,7 mm. Du fragst Dich jetzt vielleicht, warum dann 24-70 mm auf der Packung steht. Ganz einfach: das ist die äquivalente Brennweite einer Vollformatkamera. Die Sony RX100 hat einen 1 Zoll großen Sensor. Ein Vollformat-Sensor ist 2,7x größer. Das ist also der ominöse Cropfaktor. Beispiel: 8,8 mm Brennweite der RX100 x 2,7 Cropfaktor = 23,76 mm, also rund 24 mm Brennweite bei einer Vollformat-Kamera. 

Ich fotografiere seit Jahren mit diversen Objektiven und eine Analyse meines Lightroom-Katalogs hat gezeigt, dass ich 90% aller Aufnahmen zwischen 24-70 mm aufgenommen habe. Das hat dazu geführt, dass ich mein 18-105 mm Objektiv verkauft habe. Das 85 mm ebenfalls. Seitdem ist das Nikkor 24-70mm f/2.8 mein Standardzoom (Affiliate Link). Die 24-70 mm an der Sony sind also ideal für mich, weil ich diese Brennweite seit Jahren verwende. Und wenn der Weitwinkel mit 24 mm nicht ausreicht, schieße ich einfach ein Panorama. Die übrigen 10% meiner Bilder entstehen im Bereich von 14-20 mm. Aber das sind die Momente, in denen ich sowieso mit meiner Nikon arbeite. Eben die besonderen Bilder, in schwierigen Lichtsituationen, die mit viel Aufwand und Planung verbunden sind.

Die Sony RX100 M3 ist da: Jetzt teste ich sie ausführlich

Es klingelt. Die Post ist da und bringt ein kleines Paket. Das muss die Sony sein. Den Karton öffne ich bereits im Treppenhaus. Ich suche und wühle, finde aber nur Styropor. Ach da ist ja noch ein kleineres Paket. Der Karton der RX100 ist winzig. Ich packe die Kiste aus und lade die Kamera. Wie lange dauert das eigentlich? Ich schaue nach: 230 Minuten. So lang? Na dann lese ich in der Zwischenzeit, haltet euch fest […] die Bedienungsanleitung :-p

Größe und Gewicht

Doch zunächst schaue mir die Kamera an, sie ist winzig. Selbst mein iPhone (4,7 Zoll) ist größer. Ich lege die Kamera neben meine Nikon, ebenfalls mit 24-70 mm Objektiv, exakt gleiche Brennweite. Der Größenunterschied ist nicht unerheblich 😉

Sony RX100 M3 vs. Nikon D800

Verglichen mit der Nikon ist die RX100 ultraleicht: ab sofort nenne ich sie AIR X100. Ich stecke sie in meine Umhängetasche. Das Gewicht ist nicht spürbar. Ich finde immer einen Platz für sie, notfalls in der Hosentasche. Durch das geringe Gewicht und die kompakte Größe ist sie immer griffbereit. Das macht sie so genial. Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.
Die Größe oder sollte ich sagen »Kleine« hat aber auch ihre Tücken. Die RX100 ist filigran, meine 3-jährige Tochter kann sie prima mit der Hand umschlingen. Ich habe eher das Gefühl mit einer Streichholzschachtel zu fotografieren. Eventuell macht es Sinn, noch die Griffbefestigung nachzukaufen (Affiliate-Link). Warum ist die eigentlich nicht im Lieferumfang enthalten? Frech!

Der digitale Sucher

Zum Ausklappen des Suchers muss ich die Fingernägel ins Spiel bringen. Sie brechen fast ab, aber der Sucher schnippst raus. Eine sehr eigensinnige Konstruktion.

Sony RX100 M3 Testbericht digitaler Sucher

Der digitale Sucher ist aber ideal, wenn man Bilder in der prallen Sonne macht. Unter solchen Bedingungen ist das Bild auf dem Klappdisplay oft nur schwer zu erkennen. Das Schöne an einem digitalen Sucher ist außerdem, dass man das finale Bild schon vor dem Auslösen sieht. Belichtungszeit, Blende und ISO kann man passgenau einstellen. Bei meiner Nikon kann ich die Wahl der Parameter erst nach einem Testfoto bewerten.
Der digitale Sucher hat noch eine weitere wertvolle Funktion: Es lassen sich damit auch die bereits geschossenen Fotos betrachten. Mit Blick in die Augenmuschel taucht man mehr ins Bild ein, weil man nichts von der Umgebung mitbekommt. Das geht viel besser, als auf dem normalen Display, vor allem in der Sonne.

Der Autofokus

Die Kamera hat einen sehr schnellen Autofokus. Das ist prima. Gut, den hat meine Nikon natürlich auch. Aber interessant ist die Serienbildgeschwindigkeit. 10 Bilder pro Sekunde, meine Nikon schafft nur die Hälfte. Ich halte voll drauf, als mein Sohn versucht eine fliegende Ente am See zu fangen 🙂 Insgesamt ist die Kamera sehr schnell einsatzbereit. Ich drücke den START-Knopf und kann sofort fotografieren, wie beim Smartphone.
Nur die Möglichkeit zum manuellen Fokussieren am Objektiv vermisse ich etwas. Bei Nachtaufnahmen hatte ich doch ein wenig Probleme mit dem Autofokus. Ich finde es auch fummelig den Fokuspunkt manuell zu verschieben, weil ich dazu für jede Änderung ins Menü muss.

(Edit: Chris Heis schrieb mir auf Facebook, dass man das Fokusmessfeld durch Drücken der mittleren Zahnradtaste verschieben kann. Dazu muss in den Einstellungen unter dem Punkt „Key-Benutzereinstlg.“ in der „Funkt. d. Mitteltaste“ der Wert »Standard« eingestellt werden. Vielen Dank, Chris!) 

Der integrierte Blitz

Die Sony RX100 M3 hat einen integrierten Blitz. Den finde ich niedlich, auch wenn auf den ersten Blick selbst ein Streichholz stabiler wirkt. Wieder bricht man sich fast die Fingernägel, wenn man ihn ausklappen will. Stellt sich natürlich die Frage: wozu braucht man den Blitz überhaupt? Um Leute frontal totzublitzen? Ungeeignet. Das wäre wie ein Schlag ins Gesicht. Als Aufhellblitz in der Sonne? Nur bedingt. So stark ist die Leistung leider nicht.
Aber: man kann den »Klappi« zum indirekt Blitzen verwenden. Wie jetzt? Naja, man kann ihn mit den Fingern in seiner Position verschieben und z.B. gegen die Decke richten.

Sony RX100 M3 Testbericht - Aufklappblitz

Dann macht der Blitz absolut Sinn. Mit ein wenig Übung klappt das – im wahrsten Sinne des Wortes – hervorragend.

Das Klappdisplay

Wo wir gerade beim Thema klappen sind. Das Klappdisplay wurde mit der RX100 M2 eingeführt. Sehr nützlich! Seit der M3 ist es sogar um 180 Grad neigbar. Ich nutze es häufig bei Aufnahmen mit Stativ oder in bodennahen Perspektiven. Früher habe ich mir den Hals verrenkt, heute klappe ich das Display aus.
Für Freunde der gepflegten Selfienierung (das Wort gibt es sicher nicht) ist das Klappdisplay ebenfalls genial. Es lässt sich so umdrehen, dass man es von vorn erkennen kann. So gelingt auch jedem Gürteltier ein Selbstporträt.

Sony RX100 M3 Testbericht Klappdisplay

Ein kleiner Tipp noch: falls Du die Kamera kaufst, bestell dir noch eine Displayschutzfolie dazu. Wenn man das Display umklappt, berühren die unteren 5 mm die Metallkante der Gehäuserückseite. Hier sind Kratzer vorprogrammiert.

Die technischen Details

Sony RX100 M3 WLAN-FernsteuerungÜber die technischen Raffinessen freue ich mich wie ein Kleinkind. Nikon hat es ja nicht so mit den Innovationen. Die Sony RX100 M3 hat WLAN, cool. Ich finde es fast surreal, an einer Kompaktkamera meinen WLAN-Key einzugeben. Plötzlich komme ich in den »App-Store« der Kamera. Ich teste die Smartphone-Fernbedienung. Damit lässt sich die Kamera via iPhone- oder Android-App bedienen und auslösen. Das geht auch unterwegs. Dann fungiert die RX100 als eigener WLAN Access-Point. Genial!

Verwendung mit dem Manfrotto Pixi-Stativ

Eine nützliche Ergänzung zur RX100 ist ein kleines Tischstativ. Ich nutze das Manfrotto Pixi und liebe es. Damit lässt sich die Kamera (fast) überall positionieren.

Sony RX100 M3 Manfrotto Pixi

In Kombination mit der WLAN-Fernbedienung ist es die Chance, endlich auch mal selbst auf einem Foto drauf zu sein. Ich weiß ja nicht wie es Dir geht, aber seit ich mich der Liebe zur Fotografie hingegeben habe, gibt es kaum noch ein Foto wo ich selbst drauf bin. Wem gibt man auch seine schwere Spiegelreflex-Kamera in die Hand? Und wer kann sie bedienen? Mit dem Manfrotto Pixi habe ich im Urlaub viele Bilder geschossen, auf denen ich selbst mit drauf bin, sogar auf dem Familienfoto 🙂

Ich freue mich sehr, dass du beim Lesen bis hierher durchgehalten hast. Abschließend schauen wir uns noch ein paar Fotos an. Dann kannst du im World Wide Web weiterziehen. Bilder sagen mehr als 2620 Worte, also legen wir los.

Die RX100 M3 in der Praxis: Die Bildqualität

Im normalen Tageslicht

Klar, da liefert die Sony RX100 tolle Bilder, die aus meiner Nikon-Kamera auch nicht besser aussehen.

Sony RX100 M3 Testfoto Strand

Sony RX100 M3, f/5.6, 1/500 sec. bei ISO 125

Vergleich Sony RX100 M3 vs. Nikon D800

Vergleichen wir die Sony RX100 M3 jetzt mit der Nikon D800 bei einer Nachtaufnahme. Die Bilder sind quasi Out-of-Cam. Sie sind nur durch meinen Lightroom-Import geflossen (Profilkorrektur auf Standard, minimales Nachschärfen) und wurden als JPEG exportiert. Beide Fotos sind bei 24 mm auf einem Stativ aufgenommen, mit 30 Sekunden Belichtungszeit, bei ISO 100. Nikon D800 links, Sony RX100 M3 rechts. 

Im Gegenlicht

Der Dynamikumfang der Sony ist gut. Im Gegenlicht schlägt sie sich tapfer. Es entstehen natürlich Flares, aber frontal gegen die Sonne ist das normal, oft sogar erwünscht. Einen richtig schönen Sonnenstern erzeugt das Objektiv aber nicht.

Sony RX100 M3 Testfoto Gegenlicht

Sony RX100 M3, f/8, 1/250 sec. bei ISO 125

High-ISO

Doch wie sieht es bei hohen ISO-Werten aus? Hier mal ein Foto bei ISO 2500. In den dunklen Bereichen ist das Rauschen sichtbar (aufs Bild klicken, für eine größere Ansicht). Für eine Kompaktkamera aber dennoch eine erstaunliche Performance.

Sony RX100 M3 Testfoto High-ISO

Sony RX100 M3, f/8, 1/200 sec. bei ISO 2500

Abgesehen davon: Nichts ist schöner, als sich beim Fotografieren zu fotografieren :-p

Zum Abschluss: Das Bokeh

Geht sowas? Die technischen Daten sprechen dafür. Die RX100 M3 hat ein Objektiv mit Offenblende von f/1.8 (im Weitwinkel) und f/2.8 (für die restlichen Brennweiten). Aber mit einer Vollformat-Kamera sind diese Werte dennoch nicht vergleichbar. Rechnet man den Cropfaktor dazu, entspricht es dem Freistellungspotential von etwa Blende f/4.9 bis f/7.6. Dennoch kann man einen unscharfen Hintergrund erzeugen. Der Trick ist: geh nah ran! Dann funktioniert es sehr gut, ein butterweiches Bokeh, ich mag es.

Sony RX100 M3 Bokeh

Sony RX100 M3, f/2.8, 1/640 sec. bei ISO 125

Fazit

Kommen wir zur Zusammenfassung. Die Sony RX100 M3 ist teuer, aber jeden Cent wert. Die Bildqualität ist großartig und bei normalem Tageslicht fällt es mir schwer, überhaupt einen Unterschied zu meiner Nikon-Kamera zu sehen. Die übrigens mit Objektiv das 6-fache kostet. Wie bitter. Trotzdem ersetzt die RX100 meine Spiegelreflex-Kamera NICHT. Sie ergänzt sie nur: und zwar genau in den Momenten, wo ich sonst keine Kamera dabei hätte oder mit dem Smartphone fotografieren würde.

Wer also braucht eine Sony RX100?

  • Alle, die Bilder mit einer sehr hohen Qualität aufnehmen wollen, denen ein optischer Zoom wichtig ist, die mit manuellen oder halbautomatischen Kameraeinstellungen arbeiten möchten und denen es auf Kompaktheit ankommt.
  • Jeder, der seine große Kamera zu oft zuhause liegen lässt, insbesondere im Urlaub und beim Wandern.

Den Aufpreis zur M4 oder M5 kannst Du Dir sparen, wenn Dir Full-HD-Videos ausreichen. Ich weiß, es fällt trotzdem schwer für eine Kompaktkamera 600 EUR auf den Tisch zu legen. Falls Du noch unsicher bist, empfehle ich Dir eine Wanderung mit voller Ausrüstung in den Alpen. Danach fällt Dir die Entscheidung viel leichter 😉

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